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Geschichte in der Geschichte: Die Darstellung jüdischen by Ulla Schacht

By Ulla Schacht

Inwieweit sind literarische Darstellung und überlieferte historische Quellen
miteinander vereinbar? Zur Beantwortung dieser Frage müssen belletristische Fiktion und historische Fakten miteinander konfrontiert werden.

Ulla Schacht führt diese Gegenüberstellung anhand des 1843 erschienenen Romans "Jenny" von Fanny Lewald durch. Sie zeigt, dass der Realitätsgehalt des Romans dadurch erst in seiner ganzen Komplexität deutlich wird. Außerdem ermöglicht diese Perspektive eine detaillierte Darstellung jüdischen Lebens, die die Beziehung zwischen Juden und Christen, Akkulturationsbemühungen und Emanzipationsbestrebungen, faith und Familienleben beinhaltet.

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Hier ist Alfred Grosser: Jetzt das Ende des Gaullismus? , in: Die ZEIT, Nr. sixteen vom 12. four. 1974 zuzustimmen, der betont, daß die den Stil des Gaullismus in der Politik zunächst kennzeichnende Konzentrierung der politischen Ziele auf die Außenpolitik spätestens seit den Maiunruhen 1968 beendet ist.

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Die Revolution von 1830 war für Fanny "das erste große Ereignis, das ich mit deutlichem Bewußtsein, und mit meinem Verständnis darauf vorbereitet, erlebte. ( ... "128 Mit 126 Lcwald, Lebcnsgeschichte, Bd. I, S. 220. 127 1810-1899; Jurist, Politiker; 1848 Präsident der Nationalversammlung; seine Familie lebte zeitweise im lewaldschen Haus; siehe: Lewald, Lebensgeschichte, Bd. I, S. 172. 128 Lewald, Lebensgeschichte, Bd. I, S. 221. 27 großer Begeisterung las sie die Schriften Börnes und Heines, fasziniert von deren Geist und Sprache.

122 Die zweite Ausgabe wirkt dadurch zwar sachlicher und die Tendenz zu sprachlichen Übersteigerungen ist deutlich reduziert; durch diese Glättungen ist aber viel von der Lebendigkeit und ursprünglich vorhandenen Emotionalität verlorengegangen. 121 Lewald, Fanr,y: Meine Lebensgeschichte, Bd. : Ulrike Helmer), Frankfurt a. M. 1989, S. 35. 122 Steinhauer, Marieluise: Fanny Lewald, die deutsche George Sand. Ein Kapitel aus der Geschichte des Fraueuromans im 19. Jahrhundert, Diss. Berlin 1937, S. 116 und 117.

M. 1988, die "auf der kompletten Wiedergabe der von der Verfasserin überarbeiteten zweiten Auflage (beruht)" (Einleitung, S. 26). 33 jüdischen Nachbarn, bei denen sie auch jüdische Traditionen kennenlernte. Auf die Nachfrage der kleinen Fanny nach ihrem Jüdischsein tat der Vater dies als unbedeutend fiir sie ab. Andererseits erfuhr sie Schmähungen und Ausgrenzungen deswegen. Wie sie erlebte l48 und auch wohl aus Erzählungen erfuhr, hatte das Jüdischsein Folgen, denen man sich nicht entziehen konnte und die auch in der Familiengeschichte eine große Rolle gespielt hatten.

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