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Fremdenfeindlichkeit: Auf den Spuren extremer Emotionen by Klaus Wahl

By Klaus Wahl

Das Buch bringt nicht nur eine fundierte Einführung in die verschiedenen Theorien und wissenschaftlich neue Einsichten über die Entstehung von Aggressivität und Ausländerhass. Die Ergebnisse können auch für die präventive Arbeit mit Familien, im Kindergarten, in Schule und Jugendhilfe genutzt werden.
Durch neuartige Methoden will das Buch der Entstehung von fremdenfeindlicher Gewalt auf die Spur kommen. Dazu werden Interaktionen von deutschen mit ausländischen Jugendlichen beobachtet, Affekte und Emotionen gegenüber Fremden gemessen und ausführliche biografische Interviews geführt. Daneben kann auf Ergebnisse einer Längsschnittstudie zurück gegriffen werden, die zeigen, welche emotionalen und sozialen Auffälligkeiten im Kindergarten späterer Fremdenfeindlichkeit vorausgehen.

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Hier ist Alfred Grosser: Jetzt das Ende des Gaullismus? , in: Die ZEIT, Nr. sixteen vom 12. four. 1974 zuzustimmen, der betont, daß die den Stil des Gaullismus in der Politik zunächst kennzeichnende Konzentrierung der politischen Ziele auf die Außenpolitik spätestens seit den Maiunruhen 1968 beendet ist.

Personelle Verflechtungen auf Konzernführungsebene

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die theoretische und empi rische Oberprufung der Vorteilhaftigkei t personeller Verflechtun gen auf der Konzernfuhrungsebene. Dem theoretischen Teil liegen formal die Principal-Agent-Theorie und der Transaktionskostenan satz zugrunde. Die empirische Bestandsaufnahme basiert auf den Konzernen der Bonner Stichprobe sowie auf Fallstudien mit den dazu gehorigen personlichen Interviews.

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B. Wahrnehmungsschemata für die Unterscheidung von "vertraut« versus ,,fremd«, Strategien der Annäherung, Vermeidung, Dominanz, Unterwerfung, Gruppenbildung und -abgrenzung - aber auch Neugier und eine gewisse Migrationsbereitschaft. Die Entwicklung dieser Mechanismen erfolgte im Lauf von etwa zwei Millionen Jahren in Jäger- und Sammlergruppen als Anpassungen, die dem Überleben dienten (Tooby/Cosmides 1995). Diese Mechanismen wirken gleichsam als in der Tiefe wirksame Schienen auch noch für das Sozialverhalten heutiger Menschen, selbst wenn sich dies vordergründig an aktuellen Konstruktionen des "ethnisch Fremden" zu orientieren scheint.

Diese überlegung brachte uns zu einer unserer Forschungsmethoden: Die Beobachtung von Erstkontakten zwischen deutschen und ethnisch fremden Jugendlichen in einer Art Wartezimmer sollte uns auf eine erste Spur der Emotionen führen. Im Zentrum der Beobachtung stehen dabei Körpersprache, Blickverhalten und Gesprächsverlauf. 46 Fremdenfeindlichkeit - ein schwieriges Kapitel Was die Körpersprache sagt Körpersprachliches Verhalten ist ein Kommunikationsmittel, dessen Entstehungsgeschichte bis weit vor das Aufkommen des Menschen zurückdatiert.

Meistens ist die gefällige Zurückweisung kombiniert mit einem freundlichen, entschuldigenden kurzen Lächeln. Eine schärfere, fast schon aggressive Form der Zurückweisung ist das Abwürgen des Gespräches ohne ein einziges sozial positiv orientiertes Signal: kein Blickkontakt, kein Lächeln, äußerst knappe Antworten oder gänzliches Schweigen. Den meisten Eröffnungssätzen folgt gewöhnlich ein kurzer Wortwechsel. Eisernes Schweigen angesichts eines anderen, der etwas gesagt hat, ist sehr selten. Die ersten Worte dienen weniger dem wirklichen Informationsaustausch, vielmehr sollen sie als soziale Signale die Bindung zwischen beiden befördern (Tramitz 1990); Malinowski (1963) prägte hierfür den Begriff "phatische" (kontaktanbahnende) Kommunikation, deren bekannteste Beispiele Sätze wie "Schönes Wetter heute" sind.

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